Ehrenamt

Ehrenamtliche Arbeit im Wohn– und Pflegezentrum

… weil es mir gut tut!

Das ist unser Ehrenamtsmotto. Denn die Arbeit unserer Ehrenamtlichen kommt nicht nur unseren Bewohnern zugute, sondern macht den Ehrenamtlichen selbst viel Freude. Weil sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten. Und weil von den Bewohnern „unheimlich viel zurückkommt“.

Die Ausgangssituation

In den beiden Häusern der Seniorendienste „Stadt Hilden“ werden insgesamt 225 Bewohnerinnen und Bewohner gepflegt, betreut und versorgt. Ein erheblicher Teil davon ist mehr oder weniger schwer pflegebedürftig. Ein anderer Teil ist dagegen noch relativ mobil.

Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Hauses versuchen, im Rahmen der grundsätzlichen Möglichkeiten eine möglichst gute Lebens- und Betreuungsqualität für alle Bewohner zu erreichen. Einen erheblichen Anteil an der tatsächlich zu verzeichnenden Lebensqualität im Haus haben die ehrenamtlich Tätigen. Das Pflegeversicherungsgesetz, in dem die finanziellen Rahmenbedingungen für das Leben und Arbeiten in einer Pflegeeinrichtung festgelegt werden, bestimmt, dass nur notwendige Leistungen der hauptamtlichen Mitarbeiter wirtschaftlich erbracht werden dürfen.

Nur mit weitgehender ehrenamtlicher Unterstützung kann die Lebensqualität erreicht und umgesetzt werden, die unsere Senioren nach einem langen, manchmal harten Leben verdient haben.

Die Zielsetzung

Ziele der ehrenamtlichen Arbeit sind zusätzliche Angebote für die Bewohner der Seniorendienste „Stadt Hilden“. Ehrenamtliche ermöglichen Bewohnern die häufige und kontinuierliche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben im Haus und außerhalb des Hauses. Sie können aus ihrem eigenen Blickwinkel Abläufe und Gegebenheiten erkennen und ansprechen, die den professionellen Mitarbeitern manchmal nicht zur Verfügung stehen. Sie haben mehr Distanz zum Geschehen im Haus und manchmal mehr Nähe zu den einzelnen Bewohnern.

Mit ihren vielfältigen Angeboten ergänzen sie die Leistungen der hauptamtlich Beschäftigten in idealer Weise. Ihre Beobachtungen und Informationen sind im regelmäßigen Austausch mit den Mitarbeitern wichtige Bestandteile einer stetigen und prozesshaften Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner.

Die Aufgabenfelder

Möglichkeiten für ehrenamtliche Arbeit gibt es sehr viele. Eine aktuelle Auflistung, die auch so etwas wie eine Wunschliste darstellt, zeigt, wie breit und vielfältig ehrenamtlicher Einsatz sein kann:

  • Begleitdienste zu Gottesdiensten, Konzerten, Veranstaltungen u.v.m.
  • Hilfen während der Veranstaltungen, wie Kaffee und Kuchen reichen, Essen klein schneiden, Trinken anreichen
  • Begleitung bei Spaziergängen
  • Begleitung bei Stadtfahrten und Ausflügen
  • Durchführen von Spielrunden mit Karten-, Brett- und Gedächtnisspielen
  • Singen in den Aufenthaltsräumen
  • Musizieren in den Aufenthaltsräumen
  • Sitzgymnastik in den Aufenthaltsräumen
  • Vorlesen der Tageszeitungen oder aus Illustrierten und Büchern
  • eine Rätselgruppe (Kreuzworträtsel)
  • Mitgestalten der Geburtstagsfeiern in den Wohnbereichen
  • Kunst- und Malgruppe (z.B. Mandalas malen zu Musik)
  • Begleiten einer Gruppe beim Frühstück oder beim Kaffeetrinken
  • Unterstützung oder Leitung von Koch- und Backangeboten
  • Verschiedene Fahrdienste mit und ohne Bewohner
  • Begleitung zu Ärzten
  • Mitarbeit in der Hauszeitung „WPZ-Kurier“
  • Biografiearbeit, Erinnerungsreisen, Erzählcafés
  • Einzelbetreuung
  • Besondere Angebote für Bettlägerige
  • mit Rollstühlen ins Grüne, durchs Haus, zum Einkaufen ...
  • Mitarbeit beim Abendcafé (Unterhaltung und Betreuung in den Abendstunden für die Bewohner, die noch nicht schlafen gehen wollen oder können)


Diese Liste ließe sich auch noch gut verlängern. Alle diese Dinge sind nicht unbedingt notwendig, aber sie geben jedem Bewohner im Haus das Gefühl, betreut, beachtet und gemocht zu werden. Sie helfen, die mögliche Langeweile eines langen Tages zu überwinden und die individuellen Fähigkeiten der Bewohner zu erhalten.

Menschen, die den Seniorendiensten „Stadt Hilden“ nahe stehen und sich den Zielsetzungen und dem Leitbild der Häuser verbunden fühlen, aber aus persönlichen und beruflichen Gründen nicht aktiv ehrenamtlich sein können, sind auch gerne als Mitglieder des Fördervereins gesehen. Dieser Förderverein unterstützt die Einrichtung mit finanziellen Mitteln, die den Bewohnern unmittelbar zu Gute kommen.

Die aktuelle Situation

Zurzeit arbeiten bereits über 30 ehrenamtliche Mitarbeiter im WPZ. Sie decken bereits einen Teil der Tätigkeiten in der o.g. Auflistung ab, aber selbstverständlich wird weitere Hilfe immer begrüßt. Ihnen kann und muss man für die bisher geleistete Arbeit danken. Sie sind an vielen Tagen im Haus und haben schon für manch frohes Gesicht und viele schöne Stunden gesorgt. Die jetzt tätigen ehrenamtlichen Mitarbeiter kamen aus den unterschiedlichsten Gründen zu ihrem Engagement. Sie kümmern sich um ehemalige Nachbarn, betreuen vielleicht als Angehörige auch andere Heimbewohner, sie wollen etwas Wichtiges und Sinnvolles tun, sie wollen Menschen helfen, und sie möchten ihre freie Zeit nicht einfach vergeuden. Mit welcher Motivation auch immer Ehrenamtliche tätig sind, sie sind herzlich willkommen und bekommen sehr schnell die Anerkennung und Dankbarkeit der Bewohner zu spüren.

Der Rahmen für die ehrenamtlichen Tätigkeiten

Ehrenamtliche Arbeit ist freiwillige Arbeit!
Niemand verpflichtet sich, auf Dauer eine bestimmte Dienstleistung zu erbringen. Es werden keine Verträge unterschrieben, und Ehrenamtliche dürfen nicht die hauptamtlichen Arbeitsplätze ersetzen.

Ehrenamtliche Arbeit braucht aber gewisse Rahmenbedingungen, um für alle Beteiligten erfolgreich sein zu können. Die Leitung des Hauses muss uneingeschränkt hinter dem Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter stehen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter sollen die unterstützende und hilfreiche Funktion der Ehrenamtler erkennen. Ehrenamtliche Mitarbeiter benötigen Informationen, z.B. zum aktuellen Gesundheitszustand der Betreuten, und sie müssen wissen, wer ihnen im Haus welche Informationen geben kann und soll.

Viele Menschen haben schon über die Möglichkeit einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgedacht. Manchmal sind sie davor zurückgeschreckt, weil es zu viele offene Fragen und Befürchtungen gab.
Was ist, wenn etwas passiert, ein Unfall oder ähnliches? Wer ist wie versichert? Was mache ich, wenn ich etwas Wichtiges erfahre? Wen kann ich informieren, wenn Maßnahmen eingeleitet werden sollten? Wie gehe ich um mit Situationen, in denen Bewohner mir ihr Leid, ihre Ängste klagen? Werde ich damit fertig, wenn ein von mir betreuter Bewohner stirbt? Bekomme ich dann die Unterstützung des Hauses?

All diese Fragen sollen beantwortet werden. Dafür bietet das Haus mehrere Möglichkeiten:
Seit September 2000 werden im Rahmen eines Zertifikats-Kurses regelmäßig Grundkenntnisse für ehrenamtlich Tätige in der Altenhilfe vermittelt. Wer daran teilnimmt, hat eine solide Basis für die ehrenamtliche Tätigkeit. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Ehrenamtsprechtage und Treffen der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Bei diesem Treffen können Fragen beantwortet, organisatorische Klärungen vorgenommen und alles besprochen werden, was notwendig ist. An manchen dieser Treffen werden die Abteilungsleiter des Hauses und/oder der Geschäftsführer teilnehmen, um durch das bessere Kennenlernen die Zusammenarbeit zu optimieren.

Der aktuelle Kurs hat im Februar 2008 begonnen und läuft noch bis Ende Juni. Quereinsteiger sind immer willkommen! In der Fortbildung werden aktuelle Themen wie „Rechte und Pflichten“, Gesprächsführung, Krankheitsbilder und Probleme sowie grundlegende Informationen besprochen und vermittelt.

Weitere Informationen bieten der Kurier, die Hauszeitung des Wohn– und Pflegezentrums, insbesondere auf der Extra-Seite für die Ehrenamtlichen: "Tipps und Termine für Ehrenamtliche“.

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