Konzeption

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Bewohnerinnen und Bewohner,

Sie interessieren sich für den Einzug in das Wohn- und Pflegezentrum „Stadt Hilden“ (kurz WPZ) oder Sie haben sich bereits für unser Haus entschieden. Mit dieser Konzeption möchten wir Sie über die wesentlichen Merkmale des Wohn- und Pflegezentrums informieren. Weitergehende Informationen erhalten Sie in Ihren Wohnbereichen, von allen Abteilungsleitern, der Heimleitung und natürlich der Geschäftsführung. An dieser Stelle möchten wir Sie auf unsere monatlich erscheinende Hauszeitung, den „Kurier“ hinweisen, dem Sie aktuelle Informationen entnehmen können.

Diese Konzeption ist als „roter Faden“ für das bessere Verständnis im Hinblick auf das Leben und Wohnen im Wohn- und Pflegezentrum und die Grundlagen der Leistungserbringung gedacht. Individuelle Absprachen, die auch die Aussagen dieser Konzeption modifizieren oder erweitern können, sind selbstverständlich möglich. Bitte sprechen Sie uns darauf an.

Wir bemühen uns sehr, unsere Leistungen Ihren Wünschen entsprechend zu erbringen, dies können wir aber nur im dafür vorgegebenen Rahmen, wie z.B. Gesamtfinanzierung, Personalausstattung etc.. Über alle sie betreffenden Hintergründe informieren wir Sie natürlich gerne. Sollten Sie in diesem oder einem anderen Zusammenhang ein Gespräch mit der Heimleitung oder der Geschäftsführung wünschen, ist dies nach Terminabsprache jederzeit möglich.

Interessante Informationen erhalten Sie auch bei den regelmäßig angebotenen „Kennenlern-Kaffeetrinken“ für neue Bewohner und ihre Angehörigen.

Das Wohn- und Pflegezentrum „Stadt Hilden“ ist eine Einrichtung, in der 93 Senioren – ausschließlich in Einzelzimmern - gepflegt, betreut und versorgt werden. Ferner gehören zu unserem Angebot 15 Wohnungen für Betreutes Wohnen im Staffelgeschoss.
Unsere Konzeption informiert Sie über das Leben und Wohnen in unserem Hause und die Grundlagen der Leistungserbringung.

Träger der „vollstationären Pflegeeinrichtung“ (so die offizielle Bezeichnung) ist die Gemeinnützige Seniorendienste „Stadt Hilden“ Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Diese gGmbH ist eine 100 %ige Tochter der Stadt Hilden.

Wohnen
Das WPZ bietet seinen Bewohnern ein „richtiges Zuhause“, d.h. stabile Verhältnisse.
Wir möchten, dass sich alle Bewohner wohl und heimisch fühlen.
Dazu gehört, dass Bewohner ihre Zimmer selbstverständlich ganz individuell einrichten können. Da wir ausschließlich Einzelzimmer anbieten, ist dies auch weitgehend möglich. Bei der Einrichtung des Zimmers beraten wir gerne.

Zur Individualität des Wohnens in unserem Hause gehören die Möglichkeiten, eigene Möbel, Bettwäsche, Gardinen, Lampen und Bilder mitzubringen. Auch die vertrauten Kleinigkeiten, die besonders wertvoll sind, weil sie das Zurechtfinden im „neuen Zuhause“ erleichtern, sollten nicht fehlen. Im Falle von Pflegebedürftigkeit sind wir allerdings auf den Einsatz eines professionellen Pflegebettes angewiesen, um eine optimale Pflege zu ermöglichen und die Mitarbeiter des Hauses vor Gesundheitsschäden zu bewahren. Ferner gehört ein Einbauschrank mit abschließbarem Wertfach zur Ausstattung jedes Zimmers. Das separate Bad mit Dusche und WC ist selbstverständlich barrierefrei. Jedes Zimmer verfügt über einen eigenen Fernseh- und Telefonanschluss (entsprechend ist auch die Nutzung des Internets möglich).
An den Eingangstüren der Zimmer befinden sich Tafeln mit Namen und Zimmernummer des Bewohners, außerdem bieten sie Platz für Persönliches (individuelle Gestaltung), wie z.B. ein Foto.
Besonders Bewohner mit Demenz halten sich vorzugsweise in der Nähe der Mitarbeiter, außerhalb ihres Zimmers, auf. Das Zimmer wird vorwiegend zum Schlafen und als Rückzugsmöglichkeit genutzt. Aus diesem Grund wurde die Quadratmeterzahl der Zimmer (20,64 qm) zugunsten der Aufenthaltsbereiche bemessen. Bei bettlägerigen Bewohnern, die sich in ihrem Zimmer sehr geborgen fühlen und sich demgemäß dort leichter entspannen können, wird das Zimmer im Rahmen der Einzelarbeit genutzt.

Die Einrichtung des Zimmers kann durch Bewohner und Angehörige erfolgen. Unsere Technik-Mitarbeiter unterstützen dabei gerne. Sollte es etwas an den Wänden anzudübeln oder in der Decke zu befestigen geben, bitten wir um vorherige Absprache mit der Haustechnik. Dies gilt ebenso für zu verwendende Elektrogeräte, die vor ihrem Einsatz vom Sicherheitsbeauftragten des Hauses freigegeben werden müssen. Die Sicherheit aller Hausbewohner liegt uns sehr am Herzen. Von daher bitten wir um Verständnis, dass auf offene Flammen in Kerzengestecken etc. leider verzichtet werden muss. Vor allem aber bitten wir darum, auf das Rauchen im Bett zu verzichten. Generell ist das Rauchen außerhalb der Bewohnerzimmer in unserem Haus gesetzlich verboten. Unser gesamtes Haus ist mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet, die bei einem Brandalarm mit einer direkten Leitung zur Feuerwehr verbunden ist.

Ansprechpartner für weitere Hinweise zur Sicherheit bzw. zur Vermeidung von Brandgefahr ist der Sicherheitsbeauftragte.

Um das Briefgeheimnis zu wahren, hat jeder Bewohner in seinem Wohnbereich einen eigenen Briefkasten. Der Schlüssel hierzu und der Zimmerschlüssel werden am Tag des Einzugs ausgehändigt.

Ferner gehören zu unserem Raumangebot großzügig angelegte Aufenthaltsbereiche innerhalb der drei Wohnbereiche. Es handelt sich um jeweils einen großen Raum, der sich in drei Teile aufgliedern lässt: großzügige Koch-, Ess- sowie eine Ruhezone. Die Räumlichkeiten werden sowohl zu den Mahlzeiten als auch zur Bewohnerbetreuung genutzt. Alle Angebote/ Aktivitäten (z.B. Musikveranstaltungen) finden dort statt.
Besonders rund um die Mahlzeiten werden ebenfalls dort die Bewohner von geschulten Mitarbeitern/ Mitarbeiterinnen versorgt und betreut.
Die Dienstzimmer sind so angelegt, dass ein ständiger Sichtkontakt, sowohl in den Aufenthaltsbereich als auch auf den Flur (Aufzug/Treppenhaus) hergestellt werden kann.
Das gesamte Raumkonzept vermittelt den Bewohnern stets Sicherheit und Geborgenheit, gibt die Möglichkeit zur Privatheit und ist bemüht, so den bisherigen Lebensumständen entgegenzukommen.
Die Aufenthaltsbereiche bieten für jeweils 27 bzw. 33 Bewohner Platz. Die Sitzordnung ist so zusammengestellt, dass Bewohner, die sich sympathisch sind oder Bewohner mit relativ ähnlichen Schweregraden ihrer Erkrankung zusammen an einem festen Platz sitzen. Wo möglich und gewünscht, bedienen und versorgen sich die Bewohner selbst (z.B. ihren Tisch eindecken, sich ein Brot schmieren …) und wo nötig, werden sie dabei von unseren Mitarbeitern unterstützt bzw. wird ihnen das Essen angereicht.
Die Ruhezone kann ebenso wie die „Wohnküche“ multifunktional genutzt werden. Sie bietet Rückzugsmöglichkeiten und Platz für kleine Gruppen. Schränke und Regale, die mit anregender Dekoration bestückt sind, laden zum Anfassen ein. Ferner sind ein Fernsehgerät sowie Musikanlage, Sofa und Ruhesessel vorhanden, die zum Mittagsschlaf oder zu gemütlichen Nachmittagen einladen.

Jeder Wohnbereich ist in zwei Wohngruppen gegliedert, die über einen eigenen Straßennamen und sich wiederholende Blumensymbole verfügen. Auch die Gestaltung der Flure orientiert sich an diesen wiederkehrenden Symbolen und erleichtert so die Orientierung. Darüber hinaus trägt die Architektur dem Bewegungsdrang motorisch unruhiger Menschen Rechnung. So genannte Lichthöfe unterbrechen die Flure und bieten Bewegungsfreiheit, ohne in eine Sackgasse zu geraten.
Im Erdgeschoss gibt es einen direkten Zugang zum geschützten Garten. In den beiden anderen Etagen finden sich große Balkone, die bei gutem Wetter zum Verweilen anregen. Eine weitere Besonderheit ist, dass das WPZ lediglich einen Eingang hat, in dessen unmittelbarerer Nähe sich der Empfang befindet. Dies macht es besonders Bewohnern mit Demenz schwieriger, das Gebäude unbemerkt zu verlassen.
Vor allem Menschen mit Demenz können unter starker Störung der räumlichen Wahrnehmung leiden. Aus diesem Grund wurden Farbgestaltung, Beleuchtung und Materialien so ausgewählt, dass sie die Wahrnehmung der Umgebung erleichtern.

Um das Sturzrisiko, gerade auch für Demenzerkrankte, zu senken, ist es absolut notwendig, auf eine gute, schattenfreie Beleuchtung zu achten. Daneben sind positive Auswirkungen des Lichtes auf Menschen mit Depressionen bekannt. Aus diesen Gründen wurden zahlreiche Tageslichtquellen und eine Beleuchtung von 500 Lux in Augenhöhe installiert.
Auch durch die Farbgebung erleichtern wir unseren Bewohnern Wahrnehmung und Orientierung. Verwendet wurden satte, warme und hell leuchtende Farben.
Die Möbel sind funktional und ansprechend zugleich. Es handelt sich um eine wohnliche Möblierung in warmen Farben. Selbstverständlich erfüllen wir die geforderten Sicherheitsstandards, Elektrogeräte und Lampen entsprechen den elektrischen Vorschriften.
Auch die vorhandene Dekoration ist, gerade für Menschen mit Demenz, angemessen. Es wurden nur Bilder mit klaren Farben, Formen und eindeutigen Motiven (siehe Blumensymbole) ausgewählt. Ferner ist es Teil des Betreuungskonzeptes, gemeinsam mit den Bewohnern Dekorationen herzustellen; z.B. entsprechend der Jahreszeiten oder Feste. Die Kommoden und Regale sind mit biografischen Gegenständen, wie Kaffeemühlen, Porzellanfiguren u.ä. dekoriert und wiederum Teil des Betreuungskonzeptes.

Tierhaltung
Tierhaltung ist in unserem Haus generell möglich. Niemand soll sich im Alter von seinem geliebten Haustier trennen müssen. Selbstverständlich sind einige Absprachen erforderlich. Das Tier muss natürlich frei von ansteckenden Krankheiten sein – dies muss von einem Tierarzt bestätigt werden – und darf andere Bewohner des Hauses nicht gefährden oder belästigen. Sollten Bewohner selber nicht mehr in der Lage sein, ihr Tier zu versorgen, so rechnen wir mit den Angehörigen.
Wenn diese nicht vorhanden oder nicht in der Lage sind zu helfen, vermitteln wir die Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen.

Haus- und Gemeinschaftsräume
Alle Gemeinschaftsräume stehen allen Bewohnern jederzeit zur Verfügung. Hier können sie sich aufhalten, fernsehen, spielen, Feste feiern, Besuche empfangen oder gemütlich beisammen sein. Wollen Bewohner den Aufenthaltsbereich für besondere Anlässe (z.B. Familienfeiern) in Anspruch nehmen, so wenden sie sich bitte rechtzeitig an die Wohnbereichsleitung. Diese hilft ihnen im Rahmen der Möglichkeiten gerne.

Essen und Trinken
„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Dieses alte Sprichwort ist uns in seiner Wahrheit bewusst, und wir versuchen, diesem Anspruch immer wieder gerecht zu werden.
Vor diesem Hintergrund bieten wir über den Tag verteilt vier Mahlzeiten an, bei Bedarf auch mehr. Auf Ihren Wunsch hin servieren wir Ihnen Schonkost. Diäten erstellen wir nach ärztlicher Verordnung. In der Regel können Sie mittags zwischen zwei Menüs wählen. Alle Mahlzeiten servieren wir in den Aufenthaltsbereichen (Esszone) der Wohnbereiche. In pflegebedingten Fällen servieren wir das Essen auch gerne im Zimmer.

Zum Essen gehört auch Trinken. Dies sollte schon aus gesundheitlichen Gründen sehr regelmäßig und intensiv getan werden. Deshalb bieten wir ein vielfältiges Angebot:
Zu den Mahlzeiten stehen verschiedene Getränke zur Verfügung. Zu besonderen Anlässen bieten wir unseren Bewohnern Wein oder ein Glas Sekt an. Tafelwasser gibt es im gesamten Haus kostenfrei rund um die Uhr. Außerdem stehen in jedem Wohnbereich Wasserspender (hier kann Tafelwasser mit oder ohne Kohlensäure gezapft werden) für unsere Bewohner und Besucher zur Verfügung.
Wenn Sie besondere Wünsche haben, wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des Wohnbereiches.

Die Mahlzeiten bieten wir in der Regel zu folgenden Zeiten an:

Frühstück: 8.00 - 10.00 Uhr
Mittagessen: 12.30 - 14.00 Uhr
Kaffee: 15.00 - 16.00 Uhr
Abendessen: 18.30 - 20.00 Uhr

Nehmen Sie sich bitte die Zeit und genießen Sie Ihre Mahlzeiten ohne Eile in Ihrem eigenen Rhythmus. Sollten Sie noch weitergehende Wünsche haben, wie z.B. morgens lange ausschlafen, spät frühstücken und dementsprechend später zu Mittag essen, so sind wir auch darauf eingerichtet. Bitte melden Sie Ihre Wünsche im Laufe der ersten Tage oder auch später bei den Mitarbeitern im Wohnbereich an.
Alle Getränke und Mahlzeiten sind bei den vielen Veranstaltungen in unserem Haus für die Bewohner grundsätzlich kostenlos.

Besondere Anlässe sind uns auch immer eine besondere Anstrengung wert. So wird jedes „Geburtstagskind“ in seinem Wohnbereich besonders geehrt. Außerdem findet an jedem ersten Donnerstag ein Geburtstagskaffeetrinken für die Geburtstagskinder des Vormonats statt.
Für Feierlichkeiten, wie Geburtstage etc., stellen wir den Festsaal des Seniorenzentrums „Stadt Hilden“ am Erikaweg oder den Gemeinschaftsraum im Staffelgeschoss des WPZ zur Verfügung. Da diese Räumlichkeiten sehr oft genutzt werden, ist eine frühzeitige Anmeldung über die Mitarbeiter des Cafés dringend erforderlich. Dort kann ebenfalls unser gastronomisches Angebot erfragt werden.
Gerne sind Sie aber auch, vielleicht mit Ihrem Besuch, als Gast in unserem Café Hummel gesehen. Auch Gäste von außerhalb haben die Möglichkeit, dort zu Mittag zu essen oder Kaffee zu trinken.

Im Mittelpunkt unserer Überlegungen steht, dass alle Bewohner in unserem Haus möglichst so leben können, wie sie es wünschen.

Pflege
Die meisten der Bewohner unseres Hauses benötigen pflegerische Hilfe. Dafür steht unser Pflege-Team, bestehend aus Gesundheits- und Krankenpflegern/innen, Altenpfleger/innen, Pflegeassistenten und Präsenzkräften zur Verfügung, zusätzlich ggfs. noch unterstützt von Auszubildenden, Bundesfreiwilligen/ FSJ-lern und Praktikanten.
Die Pflege und Betreuung der Bewohner entspricht den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsstandards (und Richtlinien des MDK) bzw. geht zum Teil darüber hinaus und ist unter den Leitgedanken der Selbstbestimmung, Aktivierung, Teilhabe und Menschenwürde zu betrachten.
Es wird für jeden Bewohner eine individuelle Betreuungs- und Pflegeplanung erarbeitet, die den einzelnen Menschen mit seinen körperlichen, sozialen und psychischen Bedürfnissen in den Vordergrund stellt. Kurz: unser Ziel ist es, die Alltagskompetenz des Bewohners zu erhalten.
Dazu zählt, dass Bewohner aufstehen, zu Bett gehen und so lange schlafen können, wie sie es wünschen und gewohnt sind. Die entsprechenden Hilfen erhalten Sie, soweit sie notwendig sind. Ihre Kleidung wählen Sie natürlich selbst. Sollten Sie dabei Hilfe benötigen, unterstützen wir gerne.
Bedenken Sie bitte, dass nicht alle Bewohner zeitgleich versorgt werden können und somit eine gewisse Wartezeit notwendig sein kann. Bitte haben Sie dafür Verständnis.
Die freie Arztwahl ist im WPZ selbstverständlich, d.h. Bewohner können ihren gewohnten Hausarzt behalten. Er müsste allerdings bereit sein, seine Behandlung auch durch regelmäßige Hausbesuche in unserem Haus durchzuführen. Sollte außerhalb der Sprechzeiten der behandelnden Ärzte ein Arzt oder eine ärztliche Anordnung benötigt werden, wird der „ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen“ oder in Notfällen ein Notarzt informiert.
Sollten Sie von außerhalb nach Hilden gezogen sein, wählen Sie bitte einen Arzt aus der Liste der zur Verfügung stehenden Ärzte.

Besondere Erkrankungen bedürfen einer besonderen Behandlung. In Fällen von gerontopsychiatrischer Erkrankung ist die konsiliarische (begleitende und unterstützende) Behandlung von Fachärzten, wie Neurologen und Psychiatern, unbedingt erforderlich. Bei der Wahl dieser Ärzte beraten wir gerne (das Wohn-und Pflegezentrum pflegt eine Kooperation mit der gerontopsychiatrischen Ambulanz der Rheinischen Kliniken Langenfeld). Das durch unsere Dipl. Sozialpädagogin erarbeitete Konzept zur Betreuung gerontopsychiatrisch veränderter Bewohner umfasst sowohl milieutherapeutische als auch lebensweltbedingte Ansätze. Schwerpunkte in der Betreuung liegen in den Bereichen Ernährung, Biografieorientierung, Selbsthilfe- und Selbständigkeitstraining, Bewegungstraining und vor allem hauswirtschaftlich orientierte Angebote. Dieses Konzept wird von den Mitarbeitern der Abteilung Bewohnerbetreuung und weiteren geschulten Mitarbeitern umgesetzt. Selbstverständlich bieten wir Ihnen auch die von Ihren Pflegekassen zusätzlichen finanzierten besonderen Betreuungsleistungen für Demenzerkrankte an, soweit Sie einen entsprechenden Bedarf attestiert bekommen haben
(§ 87b, SGB XI).
Bei vom Arzt verordneter physikalischer Therapie (Massagen, Krankengymnastik, Bestrahlung etc.), Logopädie u. ä. helfen wir gerne bei Auswahl und Terminabsprache.
Extern angeboten wird auch die medizinische Fußpflege, die im Haus und in den Zimmern der Bewohner durchgeführt werden kann.

Angehörige sind für die meisten Bewohner häufig die wichtigsten Bezugspersonen im Leben im Wohn- und Pflegezentrum. Aber auch für uns sind die Angehörigen ganz wichtige Ansprechpartner. Partnerschaft ist ja überhaupt für die bestmögliche Betreuung und Versorgung erforderlich. So bitten wir die Angehörigen, ihr Wissen zu Beginn des Aufenthalts im Wohn- und Pflegezentrum mit uns zu teilen, so dass wir die Gewohnheiten, Wünsche und Abneigungen unserer neuen Bewohner erfahren können. Die für die Bewohner zuständigen Pflegefachkräfte des Wohnbereichs werden die Angehörigen auf die so genannte Pflegeplanung ansprechen. Selbstverständlich bieten wir Angehörigen Beratung z.B. in den Bereichen Sturz, Umgang mit Demenz oder bei anderen Fragestellungen und das Weiterleiten an zuständige Fachleute an.

Begleitung zu Arztbesuchen, Versorgung mit Wäsche und anderen Dingen im Falle
eines Krankenhausaufenthaltes und die oft notwendige Verwaltung des Barbetrages zur persönlichen Verwendung sollten, wenn irgendwie möglich, durch die Angehörigen übernommen werden. Nur wenn dies nicht realisierbar ist, schließen wir diese Lücke.
Die Unterstützung der Angehörigen ist in vielfacher Hinsicht für uns besonders wichtig und wertvoll.

Die ersten Tage im Wohn- und Pflegezentrum sind für neue Bewohner vielleicht etwas verunsichernd und beängstigend. „Kennenlern-Nachmittage“ für neue Bewohner und Angehörige, gemeinsam mit leitenden Mitarbeitern, erleichtern das Einleben.
Wir möchten ein Stück Sicherheit geben und lassen neue Bewohner in den ersten Tagen besonders intensiv betreuen.

Zum Thema „Pflege“ gehört auch, dass eine enge Zusammenarbeit mit der „Hospizbewegung Hilden e.V.“ besteht und wir Mitglied im Palliativ-Netzwerk des Kreises Mettmann sind.

Wäscheversorgung
Das WPZ stellt die gesamte Bettwäsche sowie Handtücher und Waschlappen zur Verfügung. Sollte der Wunsch bestehen, eigene Dinge wie Bett- oder Tischwäsche mitzubringen, sprechen Sie uns bitte an. Die gesamte Wäsche wird in einer externen Wäscherei gesäubert, ggf. gemangelt und gebügelt.
Die näheren Einzelheiten bezüglich der Wäsche Ihrer persönlichen Kleidung entnehmen Sie bitte einer gesonderten Information, die Sie vor/ beim Heimeinzug erhalten.

Für alles, was gereinigt werden muss (z.B. besonders empfindliche Kleidungsstücke aus Wolle, Seide und aus anderen nicht pflegeleichten Materialien bzw. mit besonderen Applikationen versehen, Teppiche u.a.) können wir keine Haftung übernehmen.

Reparaturen und Änderungen werden in der Regel von Ihnen oder Ihren Angehörigen vorgenommen. In Ausnahmefällen, wenn Angehörige nicht vorhanden sind, versuchen wir, eine geeignete Lösung mit ehrenamtlicher Hilfe zu finden.

Hausreinigung
Die Hausreinigung wird durch die Mitarbeiterinnen des hauswirtschaftlichen Dienstes sowohl in den Bewohnerzimmern als auch in den restlichen Bereichen des Hauses durchgeführt. Sie erfolgt mindestens einmal wöchentlich und darüber hinaus bei Bedarf. Anregungen und Wünsche, aber auch Kritik, sind bitte, unter Verwendung des Beschwerdeformulars, an die Hauswirtschaftsleitung zu richten.

Bewohnerbetreuung und ehrenamtliche Arbeit
Wir bieten Ihnen in unserem Hause neben der unmittelbaren pflegerischen und hauswirtschaftlichen Versorgung viel an, denn unsere Bewohner sollen sich wohl fühlen. Eine wichtige Aufgabe in diesem Zusammenhang übernehmen die Mitarbeiter/innen der Bewohnerbetreuung. Zudem bieten wir zusätzliche Betreuung für Bewohner mit eingeschränkter Alltagkompetenz gemäß § 87b, SGB XI an.
Zum Aufgabenbereich der Bewohnerbetreuung fällt die gesamte Organisation und Koordination aller Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Hauses und die Kontaktpflege mit dem Gemeinwesen der Stadt.

Alle Angebote und Termine entnehmen Sie bitte unserem monatlich erscheinenden Veranstaltungsprogramm. Wichtiges rund um die Seniorendienste "Stadt Hilden“ erscheint monatlich in unserer Hauszeitung, dem „Kurier“.

Regelmäßige Angebote wie Gedächtnistraining, Kochen und Backen, Singen, Gymnastik, Gottesdienste und Seelsorge und andere Gruppen- und Einzelangebote bieten viel Abwechslung. Außerordentliche Veranstaltungen wie Tanznachmittage oder kleine Konzerte ergänzen unser reichhaltiges Veranstaltungsprogramm. Kinder, Angehörige und Gäste sind immer herzlich willkommen. Unser Haus ist für alle geöffnet.

Die Animation zum Mitmachen und Dabeisein, auch die Unterstützung bei der Suche nach Sinn und Inhalt des Lebens im Alter und ganz konkret im Wohn- und Pflegezentrum ist eine große Aufgabe der Bewohnerbetreuung.

Die Mitarbeiter/innen der Bewohnerbetreuung (BB) sind auch die Ansprechpartner für das Ehrenamt im Hause. Die freiwilligen Mitarbeiter sind eine sehr wertvolle Hilfe und übernehmen die unterschiedlichsten Aufgaben.
Informationen finden Sie in unserer Broschüre zum EHRENAMT BEI DEN SENIORENDIENSTEN „STADT HILDEN“. Interessierte Angehörige sind eingeladen, sich in der Bewohnerbetreuung über Einsatzmöglichkeiten zu informieren.

Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich ein Frisörsalon.
Die Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der Hinweistafel am Empfang.

Verwaltung
Auch die Verwaltung unserer Gesellschaft ist kundenorientiert organisiert. Über die Sprechzeiten informieren Sie sich bitte im „Kurier“ oder am Empfang. Die Mitarbeiter der Verwaltung unterstützen Sie, auch telefonisch, soweit notwendig, in allen Sie betreffenden Verwaltungsangelegenheiten. Wir machen Sie an dieser Stelle darauf aufmerksam, dass sich der Hauptsitz der Verwaltung im Seniorenzentrum „Stadt Hilden“, Erikaweg 9, befindet. Die Mitarbeiter dort stehen Ihnen nach Terminabsprache gerne zur Verfügung.

Die Verwaltung ist allerdings auch auf Ihre Mitarbeit angewiesen, d.h. Anträge auf Kostenübernahme, Pflegewohngeld etc. können nur erfolgreich bearbeitet werden, wenn alle dafür notwendigen Unterlagen durch Sie zeitnah abgegeben werden. Im Übrigen würden Sie uns unsere Arbeit sehr erleichtern, wenn Sie uns eine Einzugsermächtigung erteilen.

Haustechnik
Die Mitarbeiter, Bundesfreiwilligen und Praktikanten der Haustechnik unterstützen Sie vom ersten Tag an. Absprachen, z.B. im Hinblick auf die Möblierung des Zimmers, können natürlich auch schon im Vorfeld getroffen werden.

Notwendige Reparaturen können unmittelbar den Mitarbeitern der Technik, aber auch jedem Pflegemitarbeiter, mitgeteilt werden.

Die Mitarbeiter der Technik sind parallel als Sicherheitsbeauftragte unseres Hauses tätig. Insbesondere im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes und damit im Zusammenhang beim Einsatz von Elektrogeräten, Fernsehern etc. bitten wir im Interesse der Sicherheit aller Bewohner, den Vorgaben unserer Sicherheitsexperten zu folgen.

Die Haustechnik ist auch für den gepflegten Zustand unserer Außenanlagen und der Spazierwege rund ums Haus zuständig.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Anregungen haben, bitten die Mitarbeiter der Haustechnik um Ihre direkte Rückmeldung.

Qualität unserer Leistungen
Unser Ziel ist es, die Qualität unserer Dienstleistungen ständig im Blick zu haben. Bewohner und Angehörige haben die Gelegenheit, mit der Einrichtungsleitung, der Geschäftsführung und den Abteilungsleitungen über Probleme und Anregungen zu sprechen. Angehörigen wird darüber hinaus angeboten, sich an Maßnahmen der Pflegeplanung zu beteiligen.
Konkrete externe Befragungen, z.B. über die Qualität des Essens und Trinkens, aber auch im Hinblick auf die Leistungserbringung unserer Mitarbeiter, sind die Grundlage für unsere ständige Auseinandersetzung mit dem Thema „Qualität“.
Die Mitarbeiter/innen des Hauses arbeiten in regelmäßigen Qualitätszirkeln an der Verbesserung unserer Dienstleistungen.

Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang übernimmt die Abteilung Qualitätsmanagement. Sie koordiniert die Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und ist für den Bereich „Beschwerden und Anregungen“ zuständig.

Alle Beschwerden und Anregungen, die nach Möglichkeit schriftlich auf dem vorgesehenen Formular niedergelegt und in die dafür vorgesehenen Briefkästen eingeworfen werden sollten, werden unverzüglich bearbeitet. Die Einrichtungsleitung/ Geschäftsführung wird regelmäßig über alle diesbezüglichen Vorgänge informiert.

Die bereits vorher erwähnte und in unserem Leitbild festgelegte Kundenorientierung besagt generell, dass wir uns immer bemühen, unsere Dienstleistungen nach den Wünschen der Bewohner und Angehörigen zu erbringen.
Sollte dies einmal nicht funktionieren, werden wir nach Ihrer Rückmeldung im Rahmen unserer Möglichkeiten sofort im Sinne unserer Bewohner tätig.

Auf folgende Einrichtung möchten wir Sie noch aufmerksam machen:
Der Bewohner-Beirat ist die gewählte Interessenvertretung der Bewohner. Seine Vertreter/innen sind im ständigen Dialog mit der Geschäftsführung/ Heimleitung, sie sind Ansprechpartner für Wünsche und Sorgen aller Bewohner und sind neuen Bewohnern auch gerne beim Einleben im Seniorenzentrum behilflich.

Förderverein
Der Verein der Freunde und Förderer unseres Hauses unterstützt uns in hervorragender Weise bei unserer Arbeit. Dieser Förderverein konnte schon oft durch seine Spenden dazu beitragen, hilfreiche Anschaffungen vorzunehmen, die im Rahmen der normalen Finanzierung nicht oder nur eingeschränkt möglich gewesen wären.

Die Mitgliedschaft in unserem Förderverein hilft allen Bewohnern des Hauses. Unterlagen erhalten Sie bei der Heimaufnahme bzw. in allen Büros der Verwaltung.


Seien Sie herzlich willkommen.



Wir würden uns freuen, wenn Sie sich im Wohn- und Pflegezentrum „Stadt Hilden“ zu Hause fühlen.

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